NVA - aktuell

Hilfe für DDR-Offiziere (Jan. 2000)
Bundeswehrverband zahlt Prozesskosten

Der Bundeswehrverband unterstützt in Einzelfällen ehemalige Offiziere der NVA , die wegen der Schüsse an der ehemaligen Staatsgrenze vor Gericht stehen und durch Gerichtskosten in Not geraten sind.

Der Vorsitzende des Verbandes, Oberst Bernhard Gertz, erklärt, daß 15 ehemaligen NVA-Offizieren, die Mitglieder seiner Organisation seien, mit 2.500 bis 3.000 Mark aus 'kameradschaftlicher Solidarität' geholfen worden sei. Sie seien von der "Mildtätigen Stiftung" des Verbandes unterstützt worden.

Ausdrücklich verwies Gertz darauf, dass diese Soldaten der DDR-Armee nicht angeklagt seien, selbst geschossen zu haben. Sie seien vielmehr durch ihren Dienst in das 'Grenzregime' eingebunden gewesen und müssten sich deswegen vor Gericht verantworten. 10.000 frühere NVA-Offiziere, die nicht übernommen wurden, seien Mitglieder des Verbandes. Man habe ihnen nach der Wende die Tür geöffnet, um sie an die Demokratie heranzuführen.

Die Offiziere waren Mitglieder des mit Hilfe des Bundeswehrverbandes 1990 gegründeten "Verbandes der Berufssoldaten" der NVA, der kurz darauf aufgelöst wurde und sein Vermögen von 80.000 Mark der "Mildtätigen Stiftung" überließ.