Neujahrsempfang im Standort Zeithain

Der Rundumerneuerung der Streitkräfte schenkte Major Volker Ott-Engelmann gleich zu Beginn seiner Rede am Freitag beim Neujahrsempfang des Bundes- wehrstandortes seine Aufmerksamkeit. Etwa 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur waren der traditionellen Einladung nach Zeithain gefolgt.


Die Umstrukturierung der Bundeswehr mache auch vor Zeithain nicht Halt, betonte der Kommandeur. Zwar bleibe das Bataillon erhalten, aber Tatsache sei, dass die Instandsetzungskompanie und das Kraftfahrausbildungszentrum aufgelöst werden sollen.
Das vergangene Jahr stand allerdings für das Nachschubbataillon und die Instandsetzungskompanie erneut im Zeichen der Ausbildung und des Einsatzes eines Kontingentes auf dem Balkan. Zurzeit sind 200 Soldaten aus Zeithain in Bosnien, im Kosovo und in Mazedonien. Sie werden wohlbehalten im Juni zurückerwartet. In der Zwischenzeit hat sich auch in Zeithain das Rad weiter gedreht. 20 Frauen dienen hier als Zeitsoldat, nicht nur im Sanitätsdienst. "Sie sind Soldaten wie andere auch: leistungsbereit, integriert und zu einem großen Teil im Balkaneinsatz. Sie sehen, es gibt keine Extrawurst für Frauen", hebt der Major hervor.
Geplant sind auch erhebliche Investitionen am Standort. Der Neubau eines Lehrgebäudes sowie die Grundsanierung des Stabes zählen dazu.
Mit den Wünschen der Soldaten an die Region hielt Oberstleutnant Armin Hänert, Kommandant des Gerätehauptdepots, nicht hinterm Berg. Die lauten: Ausbau der Straße von der Aral-Tankstelle zum "Alten Lager" und dass der Winterdienst auch ihre Zufahrtsstraße beräumen möge. (SZ/ade)

[Sächsische Zeitung (SZ-online) vom 12.01.2002]