Geschichte des Standortes Zeithain

                Das Zeithainer Lager 1730

1730 König August II. "Der Starke" läßt die gesamte sächsische Armee bei Zeithain zusammenziehen, um durch große Übungen und Manöver die Gefechtsbereitschaft der Armee zu überprüfen, aber auch nach außen darzustellen.
 
23.05. Bis zu diesem Tag versammelte sich die gesamte sächsische Armee bei Zeithain.
Die Armee mit einer Gesamtstärke von ca. 30.000 Mann bestand aus 30 Bataillonen Infanterie,
50 Schwadronen Kavallerie,
4 Artillerie- und 4 Füsilierkompanien mit insgesamt 72 Geschützen sowie einer Pontonkompanie.
 
01.06. Offizielle Eröffnung des Lagers mit einer Parade.
Die komplette Armee war in zwei Reihen aufmarschiert.
Abgeschlossen wurde die Parade mit einem regimentsweise ausgeführten Vorbeimarsch.
Die Infanterie marschierte in Kompaniefront, die Kavallerie ritt in Schwadronfront.
 
02.06.-
14.06.
Einzelausbildung der Bataillone und Schwadronen

Einzel-Exerzieren der sächsischen Armee.
15.06-
19.06.
Exerzierübungen der gesamten Armee.
Hierbei wurden die verschiedenen Gefechtsformationen (Kolonne, Linie und Karree) trainiert.
 
20.06-
23.06.
Abschluß des Lagers mit zwei Übungen.
Zum einen wurde ein Gefecht zwischen zwei Armeekorps durchgeführt, während in der zweiten Übung ein Armeekorps von Gröba aus die Elbe zwischen Gröba und Bobersen überschreiten sollte, was nach einem Scheinübergang bei Moritz dann auch gelang.
 
Das Lager bei Zeithain 1730 [Gemälde von Alexander Thiele]
Deutlich sind die auch heute noch im Gelände stehenden Obelisken zu erkennen.
Gast dieser beeindruckenden militärischen Vorführung war auch der preußische König Friedrich Wilhelm I. mit 150 preußischen Offizieren.