Brückenlegepanzer BLP-72 M

Dieser Spezialpanzer wurde bis zur Produktionsreife (1987) in der damaligen DDR entwickelt, dann aber aus verschiedenen Gründen nicht produziert. Ein voll funktionstüchtiges Muster wurde zur Wende an die Bundeswehr übergeben.
Dieses Muster ist zur Zeit, wenn auch nun bis an die Grenze der technischen Selbstauflösung von Interessierten erprobt, im Bundeswehrmuseum in Dresden abgestellt.
Hier nun noch einige taktisch-technische Parameter zu einem weltstands-bestimmenden Brückenlegepanzer einer vollkommenen neuen Generation von NVA-Brückenlegetechnik:

- Brückenverlegung bei vollem gepanzertem und MVM-Schutz der Besatzung (2 Mann)
- Automatische Brückenverlegung aus einer beliebigen gedeckten Stellung heraus in einer Verlegezeit von nur einigen Minuten
- manuelles Eingreifen durch die Besatzung und weitere manuelle Verlegung jederzeit möglich
- Überwindung von Wasserhindernissen bei voller Unterwasserfahr-Tüchtigkeit des Basisfahrzeuges (wie der T-72) und bei schwimmender Brücke moeglich, wozu kein anderer Brückenlegepanzer dieser Groessenklasse in der Lage ist.

Basisfahrzeug: - modifizierter Kampfpanzer T-72
- voller T-72-MVM-Schutz (auch gegen ionisierende Strahlung)
- Beweglichkeit analog T72

Spezialaufbau: - 25 m lange, dreigliedrige Faltbrücke aus hochfestem Stahl mit einem, für eine Brückenlegepanzer einmalig guten Masse - Leistungsverhältnis - 50t zulässige Überfahrlast

Unser besonderer Dank gilt Herrn D. Holtschke für die Übermittlung der Informationen sowie der unten abgebildeten Fotos.

Brueckenlegepanzer BLP-72 in Marschposition

BLP-72 bei der Brueckenverlegung aus der gedeckten Stellung heraus